India First – die hindu-nationalistische Rechte

Narendra Modi, der unbekannte Faschist


16. Februar 2017
Indien
44 Kommentare

Indien gilt als Land der religiösen Toleranz. Hier leben Hindus, Christen, Muslime, Jains, Buddhisten und Sikh meist friedlich nebeneinander. Doch gibt es in der noch kurzen Geschichte des Landes auch immer wieder brutale Ausschreitungen zwischen den Religionen. Vor allem im Zuge der Abspaltung Pakistans von Indien 1947 töten aufgebrachte, hasserfüllte Mobs auf beiden Seiten tausende Hindus und Muslime. Die indische Gesellschaft besinnt sich in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder auf ihre respektvollen Traditionen im religiös vielfältigen Land. Bis jetzt – denn mittlerweile nehmen die Anfeindungen zwischen den Religionen wieder zu; erreichen Ausmaße, die lange nicht für möglich gehalten wurden. Grund ist die Machtübernahme des Hindu-Nationalisten Narendra Modi.

Alles beginnt im Jahr 2002. Im westindischen Bundesstaat Gujarat werden zwei Wagons eines Zuges mit hinduistischen Pilgern von Muslimen in Brand gesetzt. Im Zug, der sich auf dem Rückweg vom Wallfahrtsort Ayodhya befindet, sterben 59 Hindus. Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung einiger Passagiere mit einem muslimischen Teeverkäufer. Bereits seit dem 15. Jahrhundert ist der Kontext der Pilgerfahrt von religiösen Spannungen zwischen Muslimen und Hindus geprägt.

Hanuman, Affengott, Indien

der hinduistische Affengott Hanuman

Wandbild, Bundi, Rajasthan, Indien

Wandbild in Bundi, Rajasthan

Jain Götzenbild, Indien

Götzenbild der Jains

Modi, damals Regierungschef in Gujarat, unterstützt die anschließenden Forderungen nach einem bandh, einer Art Generalstreik, die von der radikalen hindu-nationalistischen Gruppierung VHP geäußert werden. Während des Streiks in Gujarat kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die schließlich in einem furchtbaren Blutbad enden. Etwa 120.000 Hindus ziehen zu tausenden durch den Bundesstaat. Auf dem Land ruckeln sie mit Traktoren in muslimische Nachbarschaften, in der Stadt bilden sich Autokorsos. In den heiligen Farben Gelb und Orange gekleidet, bewaffnen sich wütende nationalistische Hindus mit Schwertern, Benzinbomben oder Stöckern und Spaten. In gewaltigen Menschenmengen ziehen sie umher. Muslime werden tagelang auf offener Straße vom Hindu-Mob gejagt, erschlagen, erstochen und lebendig verbrannt. Muslimische Frauen fallen Massenvergewaltigungen zum Opfer, werden verstümmelt und ermordet. Die Polizei, unter dem Befehl Modis, schaut tatenlos zu. Sie tolerieren die Ausschreitungen nicht nur, sie heizen sie auch an und feuern angeblich sogar auf Muslime. Ein interner EU-Bericht spricht später von einer geplanten politischen Aktion. Bei den Pogromen in Gujarat sterben mindestens 2.000 Muslime, 170.000 werden vertrieben. Keiner der Aggressoren wird von Modis Regierungspartei, der hindu-nationalistischen, rechtskonservativen BJP, zur Rechenschaft gezogen.

Modi selbst spielt die Ausschreitungen als „natürliche Reaktion der Hindu-Gesellschaft“ herunter. Zahlreiche Oppositionelle aber auch Koalitionspartner der BJP fordern seinen Rücktritt. Die EU und die USA verweigern Modi als Reaktion auf die gewalttätige Hetze die Einreise und meiden diplomatische Kontakte. Menschenrechtsaktivisten verlangen eine Klage gegen Modi vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Doch Modi bleibt uneinsichtig. Er weigert sich eine Entschuldigung an die muslimische Gemeinde in Gujarat zu richten und geht innenpolitisch unbeschadet aus dem Skandal. Zwar wird er zunächst zum Rücktritt gezwungen, gewinnt aber noch im selben Jahr, 2002, erneut die Wahlen zum Regierungschef von Gujarat mit einer Zweidrittelmehrheit. Modi gilt nun als starker Mann. Seine politische Macht wird immer größer und gipfelt in der Wahl zum Premierminister Indiens 2014.

hinduistische Pilger, Varanasi, Indien

hinduistische Pilger in Varanasi

Puja, Haridwar, Indien

Puja-Zeremonie in Haridwar

Gateway of India, Mumbai, Indien

Gateway of India in Mumbai

Seitdem Modi und seine hindu-nationalistische BJP die Politik des Landes bestimmen, haben gewaltsame Übergriffe auf Minderheiten in Indien stark zugenommen. Radikale Hindu-Nationalisten setzen Kirchen und Moscheen in Brand, Christen und Muslime werden immer wieder brutal angegriffen. Neben der Gewalt kommt es regelmäßig zu Zwangskonversionen von Andersgläubigen durch die Anhänger der radikalen RSS-Bewegung. Sie sind Verfechter der Hindutva-Ideologie, die eine Einheit von Staat und Religion fordert. Laut der Hindutva-Ideologie ist jeder Inder ein Hindu, und so werden Andersgläubige bedroht oder mit falschen Versprechungen gelockt, um sie in einer sogenannten Reinigungszeremonie zum Hinduismus „zurückzuführen“.

Modi, der selbst Hindutva-Ideale propagiert, stört sich nicht daran. Seine Politik spielt den radikalen Hindus in die Hände. Offiziell erklärt die Regierung ihre neutrale Haltung zu den Geschehnissen. Die rassistischen Attacken der fundamentalistischen RSS ziehen jedoch keinerlei Strafen nach sich. Und das nicht ohne Grund: Aus armen Verhältnissen stammend, gehört Modi schon mit acht Jahren der RSS-Bewegung an. In der radikalen Gruppierung findet er eine zweite Familie. Zusammen mit Gleichaltrigen wird er hier ideologisch geschult und in Kampfsport trainiert. Als junger Mann hält er aufbrausende Reden auf offener Straße: gegen Pakistan, gegen die Gandhi-Familie, gegen die von ihm propagierte islamische Bedrohung.

Die Ideologie der RSS-Bewegung, niedergeschrieben in mehreren Büchern, bedient sich bei dem Gedankengut Hitlers und anderer Faschisten. Hindus werden zu höhergestellten Bürgern erklärt. Muslime, Christen und Andersgläubige sind ihre Feinde, Menschen zweiter Klasse. Sie sollen das Land entweder verlassen oder zum Hinduismus konvertieren.

Blumenopfer, Indien

hinduistisches Blumenopfer

Goa, Indien

Strand in Goa

Straßenszene in Mumbai, Indien

Straßenszene in Mumbai

Die hindu-nationalistische Politik Modis untergräbt Meinungs- und Religionsfreiheit im Land. Die 120 Millionen Muslime in Indien fürchten ihn. Doch auch gegen seine politischen Widersacher geht Modi gnadenlos vor. Sein stärkster politischer Gegner aus den eigenen Reihen, der ehemalige Haushaltsminister von Gujarat, Haren Pandya, wird 2003 ermordet. Zwar heißt es offiziell Pandya sei einem terroristischen Attentat zum Opfer gefallen, doch ein Gericht entlarvt die Ermittlungsergebnisse als unzulänglich und falsch. Auch Modis parteiinterne Gegner fühlen sich nun nicht mehr sicher.

Für die wenigen Linken und kritischen Intellektuellen in Indien ist Modi ein Faschist und Mörder, doch die meisten Inder feiern ihn als den starken Mann, den das Land braucht. Modi regiert mit harter Hand und bringt ökonomischen Erfolg in das von Arbeitslosigkeit gebeutelte Land. Unter Indiens Wirtschaftsbossen ist er hoch angesehen. Supermilliardäre, wie die Familien Tata und Ambani, aber auch westliche Großkonzerne verhandeln gerne mit ihm. Als Indiens Großunternehmer Ratan Tata seine Pläne für eine neue Autofabrik im Bundesstaat Westbangalen im Jahr 2008 aufgrund von Protesten gegen eine neue Industriezone nicht realisieren kann, lädt ihn Modi, damals noch Regierungschef in Gujarat, in seinen Heimatstaat ein. Nur eine Woche später beginnt Tata mit dem Bau seiner Fabrik in Gujarat. Modi stellt Tata großzügig Land zur Verfügung, für das der Milliardär kaum etwas bezahlen muss. Außerdem darf der Unternehmer für die nächsten 20 Jahre steuerfrei produzieren.

Tempel, Mysore, Tamil Nadu, Indien

Tempel in Mysore

Varanasi, Indien

Varanasi

Taj Mahal, Agra, Indien

Taj Mahal in Agra

Modi ist ein Wirtschaftsfanatiker. Ökonomischer Wachstum bedeutet ihm alles. Gleichzeitig senkt er die Staatsausgaben für Gesundheit, Bildung und Soziales, lockert Arbeiterrechte und Umweltschutz – zunächst in Gujarat, später als Premierminister in ganz Indien. Modis Politik ist umstritten. Sie fördert Patriotismus, der zum Teil in aggressiven Nationalismus umschlägt. Viele Inder, mit denen wir ins Gespräch kommen, klagen, dass sie mittlerweile Angst haben sich unpatriotisch in der Öffentlichkeit zu äußern. Unter Modi erklingt seit kurzem im Kino vor jeder Filmvorstellung die indische Nationalhymne. Das Publikum wird aufgefordert sich während der Hymne zu erheben und mitzusingen, anderenfalls drohen Geldbußen.

Hinduistischer Patriotismus und Nationalismus sind die Kernmerkmale Modis Politik. Alles was hinduistisch erscheint, wird emporgehoben, verehrt. Das gilt auch für die im Hinduismus heiligen Kühe, die Modi besonders schützen lässt. Jedes Jahr werden zwei Millionen Kühe von Indien ins muslimische Nachbarland Bangladesch geschmuggelt und dort in den Fleischfabriken geschlachtet und verarbeitet. Um den Schwarzhandel zu unterbinden, setzt Modis Regierung 30.000 Soldaten an der indisch-bengalischen Grenze ein. Erfolglos. Die Schmuggler zahlen nun lediglich höheres Bestechungsgeld.

Affen in Bundi, Rajathan, Indien

Affen in Bundi, Rajasthan

Marionetten, Rajasthan, Indien

Marionetten aus Rajasthan

Verkäufer, Indien

Verkäufer in seinem Laden

Überhaupt ist Korruption eines der größten Probleme in Indien. Jeder hält die Hand auf, um ein bisschen extra zu verdienen. Egal ob Verkehrspolizisten, Ärzte oder Politiker. Moralische Werte gehen in Indien schnell über Bord. Allein die seit der Unabhängigkeit aufgedeckten 150 Fälle massiver Korruption erzeugten einen wirtschaftlichen Gesamtschaden von über 15 Billionen Euro – das ist eine Zahl mit 14 Nullen. Mit dieser Summe hätte nicht nur die gravierende Armut, sondern auch die marode Infrastruktur im Land seit Jahren behoben werden können.

Im Kampf gegen Korruption und Schwarzgeld greift Modi im November 2016 zu einem ungewöhnlichen Mittel. Ohne Vorwarnung erklärt er über Nacht die beiden größten Geldscheine, im Wert von 500 und 1.000 Rupien, für ungültig. Damit sind etwa 85 Prozent des Bargeldes in wenigen Stunden wertlos. Der jetzt größte Schein hat einen Wert von 100 Rupien, etwa 1,30 Euro. Ziel der Aktion ist es, Geld, das am Fiskus und den Behörden vorbeigeschleust wird, unbrauchbar zu machen. Doch die Umsetzung dieses politischen Schrittes ist desolat und infrastrukturell überhaupt nicht realisierbar.

Indien versinkt augenblicklich im Chaos.

In den Banken sollen alte Scheine gegen neue 500 und 2.000 Rupien Scheine eingetauscht werden. Doch gibt es nicht genug Bankfilialen und Bankautomaten im Land, um eine solche Währungsreform durchzuführen. Der Ansturm auf die Banken ist so groß, dass der Nachschub an neuen Geldscheinen in wenigen Tagen zum Erliegen kommt. Ihre Produktion schreitet viel zu langsam voran. Bankautomaten sind wochenlang leer. Vor allem neue 500 Rupien Scheine kommen faktisch nicht in Umlauf. Im ganzen Land bleiben die Menschen über Tage und Wochen auf ihrem wertlosen Geld sitzen. Täglich warten sie in langen Schlangen bis zu acht oder neun Stunden vor den Banken, nur um dann zu erfahren, dass der Vorrat an neuen Scheinen aufgebraucht ist. Verheerend ist dies vor allem für Selbstständige. Ein Ladenbesitzer, der seinen Laden schließen muss, um tagelang vor der Bank auszuharren, verliert in dieser Zeit seine zu erwartenden Einnahmen. Doch selbst wenn neue Scheine vorhanden sind, fehlt mehr als zwei Dritteln der Inder eine entsprechende Alphabetisierung, um die Formulare zum Geldumtausch auszufüllen.

Auf dem Land, wo der Großteil der Bevölkerung lebt, ist die Situation noch verfahrener. Hier gibt es nur sehr vereinzelt Bankfilialen oder Bankautomaten. Die einfachen Menschen besitzen zumeist nicht einmal ein Konto. Sie verstehen nicht, dass sie ihre alten Scheine innerhalb von fünf Wochen umtauschen können. Viele Inder, die erfahren, dass ihr gesamtes Geld mit einem Schlag wertlos ist, begehen daraufhin Selbstmord. Zudem fällt der Zeitpunkt der Währungsreform auf den Beginn der Aussaat für die Wintersaison. Landwirte können sich kein Saatgut leisten, weil sie weder Zugang zu neuen Scheinen haben, noch die Saathändler alte Scheine akzeptieren. So entzieht die Geldentwertung der armen Bevölkerung die Lebensgrundlage.

Strand, Mumbai, Indien

Strand mit Blick auf Mumbai

Rapsfeld, Indien

Bauern im Rapsfeld

Himalaja, Ladakh, Indien

die Gipfel des Himalaja in Ladakh

Überhaupt läuft die indische Wirtschaft nur noch mit einem Bruchteil des eigentlichen Bargeldvolumens. Das führt dazu, dass selbst kleine Geldscheine im Wert von 100 oder 50 Rupien in Windeseile nicht mehr zur Verfügung stehen. Die neuen 2.000 Rupien Scheine, die eilig gedruckt werden um den Geldmangel im Land zu beseitigen, sind praktisch unbrauchbar. Die Diskrepanz zwischen dem Wert der neuen Scheine und dem Preisverhältnis in Indien ist viel zu groß. Kein Verkäufer kann die großen Scheine annehmen, weil entsprechendes Wechselgeld gar nicht vorhanden ist. Die Bevölkerung hat keine Mittel für das Notwendigste. Nur wenige Inder besitzen eine Kreditkarte, mit der die alltäglichen Einkäufe in großen Ketten bezahlt werden können. Doch vor allem kleine und mittelständische Geschäfte, in denen in Indien üblicherweise eingekauft wird, sind für den Gebrauch von Kredit- und Debitkarten gar nicht ausgerüstet.

Vor diesem Hintergrund kommt es in den Wochen und Monaten nach der Währungsreform wiederholt zu verzweifelten Auseinandersetzungen. Vor den Banken kommt es immer wieder zu Ausschreitungen, Menschen kommen ums Leben, Krankenhäuser lassen Patienten sterben, weil diese kein gültiges Bargeld haben, um notwendige Operation zu bezahlen. Apotheken geben lebenswichtige Medikamente nur noch gegen neue Geldscheine raus. Es spielen sich dramatische Szenen ab. Wir hören von einem Mann, der seine Ehefrau tötet, weil diese nach tagelangem Warten vor den Bankautomaten erneut ohne Geld nach Hause kommt.

Modis Vorstoß im Kampf gegen die Korruption ist eine einzige Katastrophe. Die Regierung versucht zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Über Monate hinweg werden beinahe wöchentlich neue Gesetze erlassen, um die Situation in den Griff zu bekommen. Ohne Erfolg. Der binnenländische Tourismus, der Einzelhandel und die Gastronomie brechen im kompletten Land ein. Die indische Wirtschaft ist gelähmt. Statt einem Wirtschaftswachstum von beinahe sieben Prozent aus dem Vorjahr, wird nun ein Wirtschaftswachstum von lediglich 0,5 Prozent erwartet. Auch jetzt, fast ein halbes Jahr nach der Währungsreform, erholt sich die Situation nur langsam. Noch immer ist nicht genügend Bargeld im Umlauf; noch immer akzeptiert kaum jemand die neuen 2.000 Rupien Scheine. Experten rechnen damit, dass sich die Ökonomie erst 2018 von den Folgen der Geldentwertung erholen wird.

Jodhpur, Rajasthan, Indien

Festung in Jodhpur, Rajasthan

Goldener Tempel, Sikh, Amritsar, Indien

Goldener Tempel in Amritsar, Punjab

Jain Tempel, Jaiselmer, Rajasthan, Indien

Jain Tempel in Jaiselmer, Rajasthan

Doch war Modis Schritt gegen die Schattenwirtschaft nicht von Anfang an zum Scheitern verurteilt? Wie indische Zeitungen berichten, sind nur etwa zwölf Prozent des indischen Schwarzgeldes überhaupt als Bargeld im Umlauf. Es liegt also nicht in großen Bündeln unter den Kopfkissen der dicken Fische. Stattdessen wird es in die Filmindustrie und in Baukonstruktionen gesteckt, liegt im Ausland oder als Investition an der Börse. Die Mittelschicht wird ihr Schwarzgeld trotz der Geldentwertung schnell los. So bezahlen Unternehmen den Lohn ihrer Angestellten einfach für ein halbes Jahr im Voraus, solange die alten Scheine noch umgetauscht werden können. Polizisten halten voll besetzte Busse und zwingen die Busfahrer alte Scheine zu wechseln oder gegen neue umzutauschen. So waschen sie ihr Geld auf offener Straße rein ohne ihre alten Scheine registrieren zu lassen oder tagelang vor einer Bank anzustehen. Die Uniform erleichtert ihnen das Leben.

Im Gegensatz zur Regierung bezweifeln Wirtschaftsexperten den Erfolg der Geldentwertung im Kampf gegen die Korruption. Modis Politik unterstützt seit jeher die großen Wirtschaftsbosse, die auch diesmal keinerlei Schaden genommen haben. Es steht die Frage im Raum, ob diese politische Aktion überhaupt jemals als ernsthafter Kampf gegen die Schattenwirtschaft angedacht war. Oder sollte sie nur den Schein wahren, dass gegen die Ungerechtigkeit im Land politisch etwas unternommen wird? Der kleine Mann jedenfalls glaubt Modi. Obwohl die wirtschaftlich Schwachen am meisten unter dem entstandenen Chaos leiden, feiern sie Modi als den starken Mann, der endlich etwas gegen die Schattenwirtschaft unternimmt. Die indische Oberschicht steht sowieso auf Modis Seite. Den Alltag der reichen Elite beeinträchtigt die Geldentwertung kaum. In den Metropolen Delhi, Mumbai und Bangalore erledigen sie ihre Einkäufe in den klimatisierten Einkaufszentren per Geldkarte und lassen ihre Bediensteten tagelang an den Banken anstehen, um ihre wertlosen Scheine umzutauschen.

Wann die Bargeldzirkulation in Indien endlich wieder ohne Probleme funktionieren wird, ist nicht abzusehen. Es gehen Gerüchte um, dass bald die neuen, noch immer unbrauchbaren 2.000 Rupien Scheine wieder vom Markt genommen werden und durch neue 1.000 Rupien Scheine ersetzt werden sollen. Dann beginnt die ganze Situation von neuem. Dann steht die Bevölkerung wieder Tage und Wochen vor den Banken und Geldautomaten. Es wird wieder zu Ausschreitungen und Gewalt kommen. Narendra Modi macht es möglich.

Jaipur, Rajasthan, Indien

Jaipur in Rajasthan

Händler in Rajasthan, Indien

Händler in Rajasthan

Jaiselmer, Rajasthan, Indien

Blick über Jaiselmer, Rajasthan

 


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  • 16. Februar 2017


  • 16. Februar 2017

    What a buffoon the writer is!


  • 16. Februar 2017

    Did u just call namo fascist ?? If yes then it’s really bad geasture by a guest . Did u ever ask this question ever to hundreds of people during hitch ride ??


    • 16. Februar 2017

      Thank you very much for your comment! you are confirming the conditions in India which are described in the blogpost.


    • 16. Februar 2017

      Well I can’t understand German ..but what I can infer from ur blog is u called namo fascist , that’s why I asked u question


    • 16. Februar 2017

      Shailendra Choudhary , he is an absolute imbecile. No point trying to have a conversation with him.


    • 16. Februar 2017

      For two years we read ur blog & FB posts with interest, used to feel happy for any new update & after end of the day u r crappng like that..shame on u !!


    • 16. Februar 2017

      Agree..really no point ..anyway soon these people are going to be extradite by immigrants


  • 16. Februar 2017

    Plus attack on Christian was all poll gimmick , if u read newspaper deeply ..u can’t make such POV until either u r brainwashed or u just read headlines ..sorry for u


    • 16. Februar 2017

      well, you just admitted that you only read the headline of our article
      I highly recommened you to read international newspapers too. the only way to find out what is going on in your own country, is reading international news. this is true for every country btw


    • 18. Februar 2017

      Read English properly…I said u made ur opinion by reading just headlines..Not me


    • 18. Februar 2017


  • 16. Februar 2017

    Mich wunderts, dass euch das nicht vorher eingefallen. ist Dieser Modi ist ein absoluter Rassist und Faschist. Er war in seinen jungen Jahren in der rechtsradikalen Partei RSS aktiv, die eine Ideologie vetritt, dass die Hindus absolute Macht gegenüber Christen und Muslime haben sollen, die in deren Augen in Indien eigentlich nichts verloren haben und sich gefälligst unterordenen müssen. Ein Massenmörder der tausenden von unschuldige ermordet hat und im Westen von unseren Politikern hofiert wird! Nicht umsonst wird er der Schlächter von Gujrat genannt. Seit seinem Machtantritt hat sich das Land ohnehin radikalisiert. Das sieht man schon an den Kommentaren hier . Alles andere als die eigene (rechtsradikale) Meinung wird gar nicht geduldet. Sogar in diesem Moment werden Leute in Kashmir abgeschlachtet. Trump und unsere Frauke Petry ist gar nichts gegen den.


    • 16. Februar 2017

      Ja, mir ist bei meiner Recherche zu Modi echt die Kinnlade runtergeklappt. Unglaublich! Dass die Stimmung hier mittlerweile krass rassistisch ist, haben wir schon lange mitbekommen. Viele Inder sagen uns, dass sie sich mittlerweile gar nicht mehr trauen, in der Öffentlichkeit die Regierung zu kritisieren. Mittlerweile muss sogar vor jeder Kinovorführung die Nationalhymne gespielt werden. Wer nicht aufsteht und mitsingt muss Strafe zahlen.


    • 16. Februar 2017

      nuestra américa Ja die einfachen Menschen kriegen diesen ideologischen Zwang schon lange zu spüren. Das schlimme ist, dass es mittlerweile schon so weit fortgeschritten ist, dass sich sogar berühmte Leute aus Kunst und Film klar auf der seite der Regierung positionieren müssen, da man sonst einer medialen Hetzjagd ausgesetzt ist unpatriotisch zu sein. Einer der berühmtesten Film Regisseure Karan Johar musste sich öffentlich dafür entschuldigen, weil er Schauspieler aus dem Nachbarland Pakistan eingestellt hat. Er musste versprechen dass er in Zukunft nie wieder mit Schauspieler aus dem Nachbarland arbeiten wird. Im nachhinein sagte er, dass er sich so gefühlt habe als ob jemand ne Knarre an seine Schläfe hält. Wenn es schon in einem Land so weit ist, dass sogar Freigeister und Künstler sich nicht mehr frei ausdrücken und ihre eigene Meinung sagen können, dann ist dieser ideologische Hass schon sehr sehr weit fortgeschritten !


  • 17. Februar 2017

    LOL – what do you guys smoke? „Hindus absolute power against Christians and Muslims“ . . . . . „Mass murderer“ . . .. . . „Butcher of Gujrat city“ . . . . . „is not tolerated“ . . . . . are those „facts“? Do have any valid proof for what you say? Do you have any statistics to compare increased attacks from before? Have you even seen the amount of criticism in India? Do you know of any critics who got a midnight call from the police? Any abductions of opponents? Are you guys deliberately lying or just repeating what you hear without verifying the truth? Karan Johar did not apologize to the government, it is the outraged public who took him to task post an attack by Pakistan inside India – which country will tolerate and encourage a killing of its citizens inside its own territory by a terrorist neighbouring country? Did you guys celebrate the Berlin truck attack and the Bastille day attack in Nice?


    • 17. Februar 2017

      You are reffering to a previous comment and not to the article. I assume you haven`t read it yet.
      And India was not attacked by Pakistans government or army but by Islamistic groups. The same groups that attack Pakistan and its people.
      Of course no country can tolerate the murder of its people, but none has the right for revenge and the killing of many innocents who were not involved in the previous action. Crime can not be fought with crime.
      Thank for your comments anyway. You confirm the atmosphere among Indians that we describe in the article. You should give it a try.


    • 17. Februar 2017

      You really are presumptuous and do presume and assume too much, such as I did not read the article. I did. My comments have not been restricted to either the article or the comments alone but of the whole content, tenor and tone of the proposition put forth. You describe what you presume and assume, I wish people who write do some independent research and check their facts and not go by hearsay alone.


    • 17. Februar 2017

      I know Indians from Gujrat whose relatives have been slaughtered during the riots. Don’t you think that’s verification enough? And ofcourse we don’t hail the terrorist who came from Tunesia and carried out the attack. But we are smart enough to distinguish between terrorists and normal Tunisian citizens. Just recently we had the Tunesian Prime minister in Germany. Just look up the Internet ask some independent thinking people and don’t just rely and be blinded by your own media which is not patriotic but blatantly right wing and narrow minded. I feel sorry for you guys the way you are being manipulated by your own institutions and just consume every populistic move of your media and government.


    • 17. Februar 2017

      No one ever denies that the riots took place or that people were killed in the riots. The question is who slaughtered during the riots? Was it a government pogrom? Was it the police / army / government officials? Or was it a mob? Did your friend also tell you what triggered the riots? That, a bunch of swine poured petrol on a railway carriage roasting all inside to death? The trigger incident might not be a justification but it was incitement. Did the Indians from Gujrat you know not tell you that trials were conducted and several people including some politicians were convicted and sent to jail? Did your friends also tell you about the ethnic cleansing that happened in Kashmir where hundreds of thousands of unarmed people were killed and driven out so that greedy pigs could take over their lands, businesses and houses? No, no, do not feel sorry for us, you are the one in need of pity – for in your pathetic ignorance you seem to believe that media in India is all owned or controlled by the government or one party or one side of the political spectrum, (incidentally the present party in power was NOT in power in 2002), what your myopia hides from your brain is that several political parties all across the political spectrum including the communist parties own or control media including newspapers, magazines and TV channels. Also, Indians are not as stupid as you to confuse between an individual Tunisian and the Tunisian state, we know the difference between a nation, a country, state, government and people of that nation / country / state. We are however smarter and do recognise it when the government or army of a country systematically and regularly uses terror as an instrument of their state policy. Most Indians (even the most uneducated ones) read and listen to every scrap of information from all sources – right wing or left wing media (yes both sides as well as every one in between the right and the left have their own media in India). It is a cultural thing, it is that open mindedness and independence of thought and the innate respect for all that made India a safe haven for the Jews, early Christians (the Orthodox Church), the Zoroastrians, the Baha’i, the Dalai Lama, the Aga Khan’s followers, the Sufis and every other persecuted race or religion in the near world. That is also why India has sizeable populations of every single major religion in the world and is home to many sects persecuted to extinction elsewhere. Narrow minded?! That is you – lobotomised and brain washed by the drivel of the pseudo left liberals who are long on rhetoric but woefully short on facts who will when confronted liberally throw about labels like right wing, fascist, butcher, nationalist etc. Independent thinkers? The only thinker worth listening to is one who gets his facts right and all the facts not just some selected hand picked ones that suit his purpose, go stop by the tiny eateries and tea stalls that dot rural India, listen to the people – they will teach the left-middle-liberals and self-proclaimed intellectuals a thing or two about independent thinking and the importance of facts.


    • 17. Februar 2017

      First of all. I dont give a damn fu** about leftist liberals or right wingers. I am as much oppposed to leftist as I am to right wingers! And why should my friends from Gujrat tell me about Kashmir when their dear ones have been murdered in Gujrat. But you know what they told me ? The fact that the mob was unhindered for three whole days until any kind of help came. The police not just looked away but even encouraged the mob. In which civilized country does a CM let that happen for THREE DAYS ??! And you are telling me about some local politician who´ve been charged ? Thats ridicolous!! It was Modi who was guilty and should have been incarcerated because he was the chief in charge ! By the way.. In which of my comments did I refer to Indias history about being open minded to other religions and denying that fact ? I only critized Modis perverted and disgusting ideology! My Godddd let some sense prevail in your brain drained head and dont always feel the urge to defend your great leader Modi by debating over dead peoples lifes !! For gods sake show some empathy for those whose blood is on this butchers hand!


    • 17. Februar 2017

      Modi was accused, and found not guilty, in several courts, in several cases. A special investigation team overseen by the Judiciary found nothing and the court had to drop proceedings after enquiry. Therefore to persist with the accusations is in contempt of court and defamatory. There is something called rule of law and sanctity of institutions. Constitutional and legal provisions and authorities have to be respected. The previous dispensation tried their best to implicate Modi with all the might at their command but the courts found nothing. Yet, the rabble rousers continue with their rants. No one, in India at least is allowed to be the prosecutor, judge and executioner all at once. The Gujarat government (Modi) sent immediate requests for additional police forces from neighbouring states. The Congress governments (opposition to BJP & Modi) there refused! Central police too were slow in coming. A limited police force spread thin cannot take on and control huge mobs in several places at once, to do so would be committing suicide and the commanding officer who sends in his men into a situation like that would be guilty. Idiots will never realise that. Imbeciles will never try to ascertain all the facts but will believe the propaganda churned out by the vile. Incidentally, I am apolitical and Modi maybe your great leader, he is not my great leader. I do however call out lies when I come across them. I find mindless ranting by dullards, contrary to findings of multiple investigators and courts, obnoxious. I have no patience for fools who love to cast slurs and call all and sundry names and stick labels on others.


    • 17. Februar 2017

      You dont like sticking labels and yet you implicated in your comments that the blog and I are influenced by liberal leftist sources. Thats outright hypocritical of you to say. And by the way. Its not propaganda If you get information first hand! Most of the police who were standing nearby had all the power to stop the slaughterings.There is NOTHING suicidal about that! They ENCOURAGED the mobs to burn all the evidence ( Human beings !) There are officials who say this would have not been possible without Modis consent. How can you talk about sancity of institutions when witnesses were intimidated to speak out, reports were blatantly forged by the very same institutions (police) who were part of this evil crime. How can you talk about sancity of institutions when victims of the riot still don´t feel that justice has been served to them and that most families of those 2000 slaughtered have lost their complete faith in the courts. Even after 15 years ! Open your eyes and ask at least one of the victims who survived If they believe in the sanctity of all the institutions. If you are righteous enough you may already know the answer. If not then you are fooling yourself like many others !


    • 18. Februar 2017

      Attack in URI Kashmir was carried out by JeM whose master masood azher enjoy patronage of Pak army & consider stratigc asset for Pak. It’s well known truth, terror attack in Pak are carried out by Pak Taliban group who fall out with pak army meanwhile Afghan Taliban still enjoy pak army support & have bases in Pak.. India doesn’t do this kind of state sponsor terror policy


  • 17. Februar 2017

    „Not tolerated“ – is by you, the little chaps who go about sticking labels like „racist“,“butcher“ and „fascist“ (I wonder why you use the Italian term and not Nazi which is German equivalent), It is very easy to tar people, label them and cast slurs when they hold an opinion different from yours and that my little chaps is „intolerance“, you are the ones being intolerant because it suits your political agenda. Making baseless accusations and repeating accusations that have been thrown out as baseless (when the present opposition was in power) is following Goebbels theory of truth – repeat a lie long enough and people will start believing it – so that makes you the Nazis, the Joseph Goebbels of today.


    • 17. Februar 2017

      My dear friend,
      I assume that our knowledge about German history is more profound than yours. We can talk about Holocaust and mass murders that happened in the name of Germany as well. Many people do and it is important to do so. Injustice has to be shown to the people.
      If you wish you can call Modi a Nazi as well. But be aware that there is a difference between a Nazi and a Fascist. I suppose you know that.
      Intolerant is to kill innocent people and to let it happen. In this case you are right, it does not suit our agenda and it should not suit the agenda of any person who is not blinded by any ideology.


    • 17. Februar 2017

      Likewise, I can safely assume that your knowledge of Indian history and current affairs is sketchy at best. You see a difference between Italian Fascists and German Nazis but see no difference between the Indian BJP (RSS is not a political party) and the Fascists and the Nazis. You talk about the murder of innocent people but have no inkling about the ethnic cleansing of Hindus from Kashmir. You have no clue about the killing of thousands of Sikhs in 1984 by the doyen of liberal politics in India. Here are a few links to get you started on your research – please do note that this is not an exhaustive list – there is plenty of material in print and on the internet if at all you have an intention of reading up and determining the truth. (1) https://en.wikipedia.org/wiki/Ethnic_cleansing_of_Kashmiri_Hindus (2) https://en.wikipedia.org/wiki/Human_rights_abuses_in_Jammu_and_Kashmir (3) https://en.wikipedia.org/wiki/Kashmiri_Pandit (4) http://ikashmir.net/history/genocide.html (5) https://youtu.be/kk4ej9SxHsQ (6) https://youtu.be/eGXOGF9xolw (7) https://youtu.be/0Lacip456Pg (8) https://youtu.be/U0K4v3oAL6E . Please also look up on the massacre of Sikhs in 1984 and try find out who was responsible for that. If you can find the time, come back to India and go and see the refugee camps in Jammu and near Delhi. Who is guilty of creating a reign of terror and killing innocent unarmed people to drive them away from their lands, businesses and homes? Who is enjoying those lands, homes and businesses today? Those are the ones who are racist, fascist and nazi – just like the Nazis who tried to cleanse Europe of Jews, Gypsies, Slavs, Polish etc. so that those areas could be occupied by the Germans. That Sir, is the correct parallel, except Kashmir, there has been no ethnic cleansing in India.


  • 17. Februar 2017

    You should not comment on what you don’t know. I’m an Indian and I know demonetisation was well planned and well executed and we appreciate government for its effectiveness in bringing unaccounted cash to banks. Don’t question democracy?


    • 17. Februar 2017

      Try to consume something else than the media controlled by your government.
      And please explain how an act that was issued over night by the PM is a democratic act, when the people haven`t been involved in that decision.


    • 17. Februar 2017

      People of this country has chosen him through a democratic process . And you are talking about India a country of 1.25 billion. We can’t hold referendum on everything. The media in India is very independent and we have BBC and CNN in India whom you may think independent.


    • 17. Februar 2017

      Do you really think media is independent? Well, then go for it. swollow it.
      And I never said that Modi was not democratically elected. But democracy is not only voting for someone. It is the duty of every person to question people in power. That is the core of democracy.


    • 17. Februar 2017

      OMG now the (present) Government owns and controls all media in India, including Rajdeep Sardesai, Sagarika Ghose, Prannoy Roy, Arnab, Jaya TV, Sun TV, E-tv and Sakshi TV, The Hindu, The Hindustan Times etc. etc. „Nuestra“ will say anything to justify himself/herself when there is no point.


    • 17. Februar 2017

      nuestra américa You don’t trust an Indian (Me), you don’t trust Indian Media and you don’t trust Indian government. So there is no point arguing with you. We question those who are in power consistently but not on the advice of West. You can’t impose your brand of democracy which by the way allowed to elect Hitler and Now Trump. Germans when they last elected a nationalist government they elected Hitler. Don’t worry we are smarter people.


    • 17. Februar 2017

      The prime minister develops a mobile app named Narendra Modi and asks people to vote whether his policies are right or wrong … Then media houses publishes it in public well 97% people support demonetisation … Why on earth will a common person like me waste mobile memory to download this app .? That’s exactly what’s ’new age ‚ fascism is ……. Recently the government made a rule no government employees can speak against government policies… Well since I am a government officer myself… I will keep my mouth shut… Thanks to new age fascism 🙂


    • 17. Februar 2017

      Saurav Kumar : You are seriously trying to blame Germany in the current political climate ? Do you even watch a bit of global news or even local news for that matter ? Whatever the Germans might have done in the past atleast they are repentive of it and are trying to undo their wrongs resulting in one of the only helpful and positive democracies in the EU in this day and age. And FYI none of the news outlets in India are independent by any stretch of imagination , the media houses are mostly owned by some subsided wing of the ruling or the opposition parties . And tell me something do you really think demonetization has helped us in any way ? it didn’t even bring in 20% of the total amount of black money in India as for crubbing the production and distribution of fake currency by our neighboring countries,well let’s just say that has started again….Read the news.


    • 17. Februar 2017

      you are not a well educated indian then.


    • 18. Februar 2017

      This person crossed Iran Pakistan ,Turkey to find fascism in India..In between humanity was thriving at peak …FML


  • 17. Februar 2017

    It will be better if you focus on things in Germany rather than writing anything about Indian politics which absolutely you have no idea about.


  • nuestra america
    18. Februar 2017

    Das Traurige an der ganzen Sache ist, dass wir private Nachrichten von Indern erhalten, die sich für die Kommentare ihrer Mitbürger entschuldigen. Sie bestätigen uns, dass die Stimmung in Indien angespannt ist – niemand darf die aktuelle Regierung und ihre Politik kritisieren. Nicht, weil die Regierung die Opposition einschüchtert, sondern weil die Menschen blind Modis nationalistischer Ideologie folgen und jeden, der nicht ihre Meinung teilt, beleidigen oder gar tätlich angreifen. Daraus folgt, dass in Indien sich niemand traut die eigene Meinung auszudrücken.


  • 19. Februar 2017

    Sehr treffender Artikel. Ich war auch entsetzt, als ich mich eigehender mit der Vergangenheit Modis als PM von Gujarat beschäftigt habe. Ich konnte nur schwer verstehen, warum vor allem die jungen, meist weltoffenen Inder für Modi gestimmt haben. Sein Nichteinschreiten gegen die Progrome wird relativiert.
    Ich bin darüber sehr traurig, denn Modi legt die Axt genau an das, was ich am Indien immer am meisten geschätzt habe: Die Gedanken von Toleranz, Koexistenz, Vielfalt und Ahimsa. Das ist für mich Indiens größer Schatz. Grundsätzlicher als der RSS kann man Gandhis Erbe nicht verachten.
    Natürlich hat es auch in der Geschichte Indiens immer wieder schwere religiöse Konflikte gegeben, durch die auch Reformbewegeungen wie Jainas, Sikhs oder Bishnoi entstanden sind.
    Aber ich hatte die Hoffnung, das Indien zu einem Gegenmodell werden könnte.
    Die Moguln und Rajputen haben es verstanden, die Bruchlinien zwischen den Religionen und Ethnien aufzuweichen. Bis heute überwiegt ein toleranter Islam bei den indischen Muslimen. Gerade an Sadhus und Fakiren sieht man doch, wie gut vereinbar (toleranter) Hinduismus und (Sufi bzw. Volks)islam sind.
    Doch der RSS will nicht anderes als einen einheitlichen Hindu-Gottesstaat und verleugnet, dass Indien erst durch die Vermischung und gegenseitige Beeinflussung verschiedenster Kulturen zu seiner Seele gefunden hat. Bei den Gegensätzlichkeiten innerhalb Indiens erscheint es mir geradezu absurd, einen „Einheitsstaat“ zu schaffen. Ähnliche Versuche sind immer wieder gescheitert (Beispielsweise Sukarno in Indonesien).
    Ich halte es für völlig falsch, Ereignisse in Gujarat mit denen in Kaschmir zu relativieren, zumal dort die Menschen dort vor allem unter den Stereotypen, die im ganzen Land verbreitet werden, am meisten leiden und sich Frieden wünschen, anstatt zwischen den Machtgelüsten in New Delhi und Islamabad zerrieben zu werden.
    Ich kann nur hoffen, dass die Inder sich dem langfristig widersetzen und beginnen wieder mehr auf Menschen wie Vandana Shiva oder Arundhati Roy zu setzen, die nicht vergessen haben, welche Traditionen Indien zu echter Größe geführt haben und sich wirklich für die Benachteiligten einsetzen.


    • nuestra america
      22. Februar 2017

      Vermutlich ist das grundlegende Problem gar nicht der Bruch der Religionen, sondern das hinduistische Kastensystem. Offiziell ist es zwar abgeschafft, aber gesellschaftlich noch immer praktiziert. Es gibt übergeordnete und untergeordnete Kasten. Die Vorstellung, dass Menschen von Geburt an über andere gestellt sind, wird in der indischen Gesellschaft viel eher toleriert. Da erhält der faschischte Gedanke, dass eine Rasse, Nationalität oder eben Religion mehr wert ist als eine andere, jede Menge Nährboden. Dazu kommt eine latent gewaltbereite Grundstimmung, deren Ursache vor allem in dem unglaublich hohen Gefälle zwischen arm und reich zu suchen ist. Doch all das bietet natürlich noch immer keine Erklärung für Gewaltexesse, Diskriminierungen, Enteignungen et cetera. Vor allem nicht, bei den Indern der gut situierten Mittel- und Oberschicht, die zudem ja auch in ihren teuren Privatschulen- und unis eine vermeintlich gute Bildung bekommen.


      • Mart
        7. Juni 2017

        Remember 1947 and Mountbatten !